Forderung zum Verbot unbezahlter Praktika

Am 31. März 2017 fand an der FH Krems die erste ÖH Sitzung dieses Semesters statt. Unser Antrag zum Kampf gegen unbezahlte Praktika wurde angenommen und wir warten gespannt auf das öffentliche Statement der ÖH – Österreichische Hochschüler_innenschaft. Und natürlich setzen wir uns weiterhin auf allen uns möglichen Ebenen für eine verpflichtende Entlohnung von Praktika ein.

Hier könnt ihr den vollständigen Antrag mit Begründung nachlesen:

Forderung zum Verbot unbezahlter Praktika

Zahlreiche Studierende an allen Hochschulen müssen im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum absolvieren (Medizin, Lehramt usw.). Doch diese Praktika sind in vielen Fällen unbezahlt, auch von Unternehmen oder staatlichen Einrichtungen, die sich die Entlohnung klar leisten können, doch es ausnützen, Schupflöcher zu finden, um gratis Arbeitskräfte zu haben. Abgesehen davon, dass es das Mindeste ist, dass geleistete Arbeit entlohnt werden muss, werfen sich noch weitere Fragen auf. Zum Beispiel, dass man neben einem Vollzeitpraktikum keinen Nebenjob ausführen kann, auch wenn man das Geld absolut nötig hat. Aus diesen und weiteren Gründen stellt der Kommunistische StudentInnenverband (KSV-KJÖ) folgenden Antrag an die Österreichische HochschülerInnenschaft:

Das Referat für Soziales möge in Zusammenarbeit mit dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit einen offenen Brief an die österreichischen Fachgewerkschaften formulieren, in dem verlangt wird, dass die verpflichtende Bezahlung von PraktikantInnen in und nach der Ausbildung in in ihren Forderungskatalog für die Kollektivvertragsverhandlungen (gegebenenfalls) aufgenommen werden und die Forderung allenfalls intensiviert werden soll.

Weiters soll betont werden, dass die ÖH und die Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen ihre gemeinsame Arbeit zum Thema Praktika verstärken sollen.

Der offene Brief soll noch vor den ÖH Wahltagen im Mai 2017 auf den zur Verfügung stehenden Medien (Homepage, Facebook) publik gemacht werden.“